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3. August 2018, gepostet in SEO

SEO – Crashkurs: Deine Blogartikel mit Yoast SEO optimieren

Wenn du heute ernsthaft einen Blog betreiben willst, kommst du am Thema SEO nicht vorbei. Während die einen sofort auf Durchzug schalten, sich die Finger in die Ohren stecken und laut „Lalala“ rufen, bekommen andere freudig glänzende Augen. SEO hat tatsächlich etwas Magisches, ist aber Dank zahlreicher Tools kein Hexenwerk.In diesem Artikel stelle ich dir das WordPress-Plugin Yoast SEO vor. Damit kannst du auf einfache Weise deine Blogartikel optimieren.

Blogartikel optimieren mit Yoast SEO

Ich behandle hier wirklich nur die Basics. Wenn du tiefer in die Materie Yoast SEO eintauchen möchtest, dann empfehle ich dir diese Anleitung. 

Allgemeines zu Yoast SEO

Wenn du das Plugin Yoast SEO noch nicht besitzt, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, dies nachzuholen. Gib dazu im WordPress Pluginbereich einfach „Yoast SEO“ in die Suchleiste ein und installiere bzw. aktiviere es, wie jedes andere Plugin auch.

 

Blogartikel Yoast SEO

 

Als nächsten Schritt durchläufst du am besten den Konfigurationsassistenten. Dieser ist selbsterklärend und legt ein paar wesentliche Grundeinstellungen fest.

Bist du damit fertig, öffnest du die „Beitrag erstellen“ – Ansicht in WordPress und findest unter der Eingabemaske nun die Yoast SEO Box, sozusagen das Herzstück des Plugins.

 

Blogartikel optimieren Yoast SEO Box

 

Damit werden wir uns nun im Detail beschäftigen, damit du zukünftig gleich die Weichen für optimierte Blogartikel stellen kannst.

Yoast SEO verwendet ein praktisches Ampelsystem: Grün bedeutet optimal, orange ist mittelprächtig und rot steht für akut verbesserungswürdig.

Funktionsweise von Yoast SEO

Grundsätzlich unterstützt dich Yoast bei der Optimierung deiner Blogartikel, indem es den Einsatz deines Fokus-Keywords anhand festgelegter Kriterien prüft und dir dahingehend Vorschläge macht.

  • Häufigkeit: Wie oft wird das Keyword gezählt? Hier gilt es, genau die goldene Mitte zu treffen. Yoast gibt dir die Keyword-Dichte (Keyworddensity = Verhältnis Keyword zum restlichen Text) in Prozent aus. Die hohe Kunst ist es, einen Text zu erschaffen, der die optimale Anzahl enthält und dabei leserlich, informativ und unterhaltsam zugleich ist 😉
  • Position: Wo genau befindet sich dein Keyword im Text und an anderen strategisch günstigen Plätzen? Dies ist der technische Teil der Optimierung deiner Blogartikel.

 

Darüber hinaus wird auch die Lesbarkeit eines Artikels anhand der Struktur bewertet.

So praktisch Yoast SEO auch ist, es bleibt (genauso wie Google) ein Tool. Eine Maschine, die sich trotz ihrer Fortschrittlichkeit wesentlich vom menschlichen Leser unterscheidet. Deswegen sind die Vorschläge, die dir Yoast auswirft, immer nur als Empfehlungen, aber nicht als Gesetzmäßigkeit zu betrachten.

Gutes SEO ist eine Gratwanderung. Tools bieten wertvolle Unterstützung, sind aber niemals der Weisheit letzter Schluss. Im Zweifelsfall solltest du zugunsten deiner Leser entscheiden, denn für sie schreibst du letztendlich – die Suchmaschine ist nur Mittel zum Zweck.

So, genug der einleitenden Worte! Jetzt gehts ans Eingemachte!

Deine Blogartikel optimieren – wähle ein Fokus-Keyword

Keywords sind Schlagworte. Suchbegriffe, die wir in die Google Suche eintippen, um zu unseren gewünschten Informationen oder Lösungen zu kommen. Wir unterscheiden zwischen zwei Arten:

Short-Tail-Keywords: bestehen nur aus einem Wort (z. B. Hotel, Auto, Friseur, Massage etc.)
Long-Tail-Keywords: sind eigentlich Phrasen (z. B. Hotel Wien buchen, gebrauchtes Auto kaufen, günstiger Friseur 1210, klassische Massage Kosten)

Für deinen Blogartikel wählst du nun dein Keyword aus, in dem du ihn mit dein Augen deines Lesers betrachtest. Was müsste er in Google eintippen, um genau deinen Artikel von der Suchmaschine ausgeworfen zu bekommen? Dies kann ein einzelnes Wort sein, besser ist allerdings eine Suchphrase.

Wenn du beispielsweise einen Artikel über „Hilfe nach einer Trennung“ schreibst, wäre ein mögliches Fokus- oder Haupt-Keyword „Liebeskummer überwinden“.

Tipp: Wenn du Inspiration für die Recherche brauchst, gib in die Google Suchmaske dein Keyword ein und schau, was dir vorgeschlagen wird. Das sind genau die Begriffe, nach denen gesucht wird und die du brauchst!

 

Blogartikel-optimieren-keyword-recherche

 

Hast du dich für ein Fokus-Keyword entschieden, dann trägst du es in der dafür vorgesehenen Zeile ein und Yoast SEO erledigt für dich die Analyse.

 

Blogartikel optimieren Fokuskeyword festlegen

 

Beachte dabei, dass Yoast dein Keyword nur zählt, wenn es genauso im Text vorkommt, wie du es eingetragen hast. „Liebeskummer überwunden“ beispielsweise würde Yoast nicht als dein Keyword erkennen, Google allerdings würde es als Synonym werten. Das bringt uns gleich zum nächsten Aspekt.

Synonyme zum Haupt-Keyword überlegen

Als nächsten Schritt überlegst du dir alternative Formulierungen zu deinem Fokus-Keyword, die du ebenfalls in deinen Artikeltext einbaust. Zwar kannst du in der kostenlosen Version von Yoast  deine Artikel nur auf ein Fokus-Keyword optimieren, allerdings registriert Google die Verwendung von Synonymen durchaus und wertet diese als positiv.

Außerdem ist es für deinen Schreibstil sehr förderlich, wenn du dich nicht immer derselben Phrase bedienst 😉

Basierend auf oben genanntem Beispiel wäre das „Trennung überwinden“ oder auch „Trennungsschmerz verarbeiten“.

Das Fokus-Keyword strategisch günstig im Text platzieren

Es kommt nicht nur darauf an, wie oft du dein Keyword verwendest, sondern auch auf seine Position im Text und darüber hinaus.

Yoast SEO legt dir folgende Plätze im Text ans Herz:

  • im ersten Absatz
  • in der H1- Überschrift
  • in mindestens einer Zwischenüberschrift (H2 od. H3)

 

Damit erfüllst du die Minimalanforderungen. Natürlich baust du ein Haupt-Keyword auch im Fließtext ein oder verwendest Synonyme. Ist dein Text fertig, wirft dir Yoast automatisch die Keyworddichte (Keyworddensity) in Prozent aus und verrät dir praktischerweise auch gleich, ob du sie gut getroffen hast.

Zusätzlich solltest du in jedem optimierten Blogartikel passende Bilder verwenden. Dort macht dein Fokus-Keyword ebenfalls eine gute Figur. Am besten hinterlegst du es im „Alternativen Bildtext“. Damit fütterst du die Google Bildersuche.

Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür bekommen, ob du lieber das Haupt-Keyword oder ein Synonym verwendest. Probiere ruhig ein bisschen herum. Da Yoast SEO in Echtzeit funktioniert, siehst du Änderungen auch ohne dazwischen zu speichern. Solange du deinen Artikel nicht veröffentlichst, kann nichts schiefgehen.

 


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Deine Blogartikel optimieren – Der technische Teil

Klingt kompliziert, ist aber im Grunde ganz simpel. Dennoch ist es in Sachen SEO ein sehr wichtiger Aspekt, die folgenden Bereiche nicht außer Acht zu lassen.

Klicke in der Yoast SEO Box auf „Codeschnipsel bearbeiten“. Mit dem nun aufgeklappten Bereich werden wir uns jetzt beschäftigen.

 

Blogartikel optimieren SEO Technik

 

Der SEO-Titel

Dies ist die Überschrift in den Google Suchergebnissen. Halte dich hier kurz und knackig und baue dein Fokus-Keyword möglichst am Anfang ein. Der Fortschrittsbalken unter dem Eingabefeld zeigt dir an, wie optimal die Länge ist.

Außerdem kannst du sogenannte „Codeschnipsel-Variablen“ (was für ein Wort :D) einsetzen. Dadurch ersparst du dir manuelles Tippen.

  • Seitentitel: Der Titel deiner Website (Haha!) – in meinem Fall Textgespür
  • Trennzeichen: Das hast du zu Beginn im Konfigurationsassistenten festgelegt
  • Primäre Kategorie: Wenn du deine Artikel in Kategorien unterteilst, kannst du hier mit einem Klick die Primärkategorie einfügen
  • Titel: Entspricht dem vergebenen Artikeltitel

Der Permalink

Hier kannst du festlegen, welchen Link dein Blogbeitrag zukünftig tragen soll. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Denke auch hier an das Fokus-Keyword und verwende keine Wörter, die für die Suche nicht relevant sind – also im Grunde alles, was kein Keyword ist (oder sein könnte) 😉

Die Metabeschreibung

Die Metabeschreibung ist der kleine Textauszug, der in den Google Suchergebnissen direkt unter der Überschrift angezeigt wird. Wenn du keine eigene definierst, sucht sich Google einfach irgendwelche Textbausteine zusammen und das wollen wir nicht.

Mit Yoast hast du die Möglichkeit, die Metabeschreibung nach deinen Wünschen anzupassen. Die Bearbeitung erfolgt analog zum SEO-Titel: Haupt-Keyword an den Anfang, den Rest sinnvoll mit Synonymen ergänzen und eventuelle Codeschnipsel-Variablen einfügen.

 

SEO Optimierung so gehts

 

Weitere technische SEO Aspekte eines optimierten Blogartikels

Wenn du die bisher genannten Schritte ausgeführt hast, bist du in Sachen SEO bereits gut gerüstet. Werfen wir nun einen Blick auf die Feinheiten, die ebenfalls dein Google Ranking verbessern und somit zu deiner Sichtbarkeit beitragen.

Die Textlänge

Es muss nicht immer ein sogenannter Skyscraper-Artikel mit tausenden Wörtern sein. Manchmal ist das Thema auch in 500 Worten gegessen. Mindestens 300 Worte sollten es allerdings schon sein, damit Google deinen Text überhaupt als sinnvoll betrachtet.

Auch bei sehr bildgewaltigen Blogs oder Vlogs macht es durchaus Sinn, ein bisschen was dazu zu erzählen. 300 Wörter sind schneller geschrieben, als so mancher Inhalt geplant 😉

Interne und externe Verlinkungen

Links sind eine super Möglichkeit, um das Thema zu vertiefen oder zu erweitern. Verlinke auf ähnliche Blogbeiträge, die du selbst geschrieben hast. Das stärkt die Struktur deines Blogs. Achte dabei auf sprechende Linktexte. Statt „klicke hier“ verlinke lieber das Haupt-Keyword (wenn es thematisch passt) oder eine Phrase.

Hab keine Scheu vor externen Verlinkungen. Deine Leser werden nicht gleich zum Mitbewerb abwandern. Im Gegenteil: Indem du Informationen bündelst und servierst, steigt deine Vertrauenswürdigkeit. Und Vertrauen aufzubauen ist nun einmal der Faktor Nr. 1 deines Marketings 😉

Die Lesbarkeitsanalyse

Wenn du die Yoast Seo Box mal genau betrachtest, findest du oben einen Reiter mit der Aufschrift „Lesbarkeit“.

Der Flesch-Reading-Ease Score

Der sogenannte Flesch-Reading-Ease Score (FRES) gibt Auskunft darüber, wie einfach dein Artikel zu lesen ist. Da er ursprünglich für die englische Sprache entwickelt wurde, gibt es im Deutschen ein paar Stolpersteine. Er bezieht sich hauptsächlich auf Satzlängen und Silbenanzahl der einzelnen Worte.

Sollte dein FRES zu niedrig (= schwer zu lesen) sein, versuche ein paar Sätze zu teilen oder Wörter mit mehr als zwei Silben durch kürzere zu ersetzen. Ab einem Score von 60 wird deine Ampel grün und Yoast ist zufrieden. Deinerseits kannst du dir nun auf die Schulter klopfen und dich darüber freuen, dass du die Schreibfähigkeiten eines 15-Jährigen besitzt ;).

Halte dich aber nicht zulange mit der Optimierung des FRES auf. Auch hier gilt wieder die Devise: Was dem Tool schmeckt, muss dem Leser nicht munden.

Die Gliederung

Eine sinnvolle Textstruktur ist im Internet genauso essentiell wie der morgendliche Kaffee – ohne sie läuft einfach nix, auch kein SEO 😉

Folgende Aspekte solltest du immer beachten, wenn du einen Blogartikel optimieren willst:

  • Zwischenüberschriften setzen und dabei die Hirarchie beachten (H1 als Titel → H2 → H3 etc.)
  • Die Anzahl der Sätze mit mehr als 20 Wörtern auf ein Minimum reduzieren
  • Passivkonstruktionen vermeiden
  • Absätze sollte 150 Wörter nicht überschreiten
  • Übergangswörter verwenden

Rechtschreibfehler vermeiden

Auch wenn Yoast SEO dich nicht dezidiert darauf hinweist: Grobe Rechtschreibfehler haben in einem Blogartikel nichts verloren. Korrigiere unbedingt deine Texte vor der Veröffentlichung. Auch ein zweites Augenpaar kann nicht schaden.

Tipp: Jag deine Texte häppchenweise durch den Duden Korrektor! Das Tool ist kostenlos und korrigiert Absätze bis zu einer Länge von 800 Zeichen. Es eignet sich gut, um wirklich grobe Fehler aufzuspüren.

Blogartikel optimieren mit Yoast – Zusammenfassung

Na? Bist du noch bei mir? 😉 Raucht dir der Kopf? Keine Sorge – Übung macht den Meister!

Auch ich hab mich anfangs gegen SEO gewehrt, doch mittlerweile haben wir eine leidenschaftliche Beziehung. Auch wenn es ein bisschen Denkarbeit erfordert, wirst du dich mit der Zeit daran gewöhnen und es wird dir leichter von der Hand gehen.

Um dir die Lernzeit ein bisschen zu erleichtern gebe ich dir noch eine kleine Blogartikel-SEO-Checkliste mit auf den Weg, die du dir ganz einfach als pdf-Datei herunterladen kannst.

Wie ist es dir mit diesem Crashkurs ergangen? Konntest du deinen Blogartikel optimieren? Hat dir etwas gefehlt?
Schreib mir einen Kommentar, ich beantworte deine Fragen gerne! Natürlich darfst du diesen Beitrag auch gerne weiterteilen!

Ich wünsche dir noch einen optimalen Tag und viel Erfolg beim Sichtbarwerden!

Herzliche Grüße,
Melanie, Tastaturdompteuse vom Dienst bei Textgespür!

 

 

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Texterin aus Wien