Textgespür
7. November 2018, gepostet in SEO

Google Ranking verbessern für Anfänger

Zu einer erfolgreichen Website gehört ein gutes Google Ranking, wie das Waschmittel in die Waschmaschine: Du kannst darauf verzichten, aber das Ergebnis wird nicht überragend ausfallen ;). SEO bedeutet nicht: Sei einfach optimistisch. Es ist aber auch kein undurchschaubares Hexenwerk. Wie du als Anfänger dein Google Ranking verbessern kannst, liest du in diesem Artikel.

 

7 SEO Tipps, die du auch als Anfänger gebacken kriegst!

Bevor wir in die Materie einsteigen, möchte ich eines vorausschicken: Ist deine Website für den Menschen optimiert, ist sie das zu 99 % auch für die Suchmaschine. Google als Marktführer ist unglaublich intelligent. Auch wenn immer von 200+ Rankingfaktoren gesprochen wird, ist es für ein passables Ranking nicht unbedingt erforderlich, alle zu erfüllen.

Besonders wenn du nur eine kleine Website für dein Herzensbusiness hast, kannst du vieles davon auch selbst umsetzen. SEO komplett zu ignorieren, solltest du dir langfristig allerdings nicht leisten. Außer du willst, dass deine Website weiterhin nur von deiner Familie oder deinen Freunden besucht wird ;).

 

#1: Mit den richtigen Keywords dein Google Ranking verbessern

Wahrscheinlich hörst du davon nicht zum ersten Mal. Keywords sind jene Begriffe oder Phrasen, die wir in den Suchschlitz bei Google oder jeder anderen Suchmaschine einwerfen und wie von Zauberhand passende Ergebnisse erhalten.

Damit auch deine Website möglichst weit vorne in den Suchergebnissen erscheint, macht es Sinn, dich damit zu beschäftigen, wofür du überhaupt gefunden werden willst. Neben den offensichtlichen Keywords, wie deinem (Firmen)namen, deiner Branche oder deiner Dienstleistung gibt es noch viel profitablere.

Doch wie findest du deine Keywords? Dazu benötigst zu drei Dinge: Zeit, Hirnschmalz und ein kleines automatisches Helferlein.

Zuerst legst du dir eine Liste in Excel an. Dort kommen dann die Ergebnisse deiner Keywordrecherche hinein. Als nächsten Schritt machst du ein ausführliches Brainstorming und schreibst alle Begriffe auf, die dir im Zusammenhang mit deiner Dienstleistung einfallen. Denke dabei gerne um die Ecke und setz zwischendurch die Kundenbrille auf: Welches Problem löst meine Dienstleistung?

Keywords sortieren und Alternativen finden

Der Menge an Keywords ist dabei erstmal keine Grenze gesetzt. Hast du deine Liste vor dir? Sehr gut, damit gehst du nun weiter zu Ubersuggest. Das ist ein kostenloses Tool, mit dem du deine theoretischen Keywords auswerten kannst. Füttere die Maske mit einem Keyword deiner Wahl, stelle die Sprache auf German/Austria (oder Germany, wenn du dort wohnst) und klicke auf „suchen“.

 

Google Ranking verbessern keywords
Eingabemaske auf Ubersuggest

 

Wir kategorisieren Keywords nach Suchvolumen (möglichst hoch) und Konkurrenz (möglichst niedrig). Diesen Optimalfall erreichst du mit sogenannten Short-Tail-Keywords (also Einzelbegriffen) in der Regel nicht.

Dein Ziel ist es, eine Keywordliste für deine Website zu erstellen, die aus hochvolumigen Einzelbegriffen und deren Synonymen sowie niedrigvolumigen Suchphrasen (Long-Tail-Keywords) besteht. Mit diesem Mix erreichst du in der Regel ein passables Ergebnis, abhängig von deiner Branche.

Wenn du beispielsweise Yoga-Lehrerin bist, dann ist eins deiner Hauptkeyword natürlich „Yoga“. Deine Keywordliste könnte nun so aussehen:

  • Yoga lernen
  • Yoga Stunde
  • Yoga für Schwangere
  • Yoga für den Rücken
  • Hot Yoga
  • Yoga Übungen
  • Yoga Übungen für Schwangere
  • Yoga Übungen für den Rücken
  • etc.

 

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere sind jene Begriffe, die Suchende eingeben, weil sie ein Problem haben – aber noch nicht wissen, dass Yoga eine Lösung dafür sein könnte! Lasse deswegen auch folgende Begriffe nicht außer acht:

  • Rückenschmerzen linden
  • Entspannung in der Schwangerschaft
  • Verspannungen lockern
  • Rückenübungen Büro
  • etc.

 

Verstehst du was ich meine? In der ersten Liste bildest du jene Suchenden ab, die bereits wissen, dass sie zum Yoga wollen. In der zweiten stürzt du dich auf die Probleme deiner Zielgruppe und die Lösungen, die Yoga anbieten kann.

Für eine stimmige Keywordrecherche musst du immer beide Seiten betrachten. Ubersuggest schlägt dir auch Alternativen zu deinen Keywords vor. Mit einem Klick auf „Keyword Ideen“ kannst du dich inspirieren lassen.

TIPP: In meinem Textcoaching beschäftigen wir uns eingehend mit der Keywordrecherche!

Keywords auf der Website einbauen

Hast du nun deine Keyword-Liste vor dir, überlegst du dir auf welche Keywords du deine Website optimieren willst. Lege für jede Unterseite ein Hauptkeyword fest und verteile es. Wichtige Positionen dabei sind:

  • Überschriften
  • Fließtext
  • Linktexte
  • Bildattribute

Zusätzlich verwendest du Synonyme und Phrasen zu deinem Hauptkeyword in den Zwischenüberschriften und im Fließtext. Beide sollten sich möglichst natürlich in den Text einfügen. Du brauchst weder den Grammatikhammer schwingen, noch den Satzbaumeissel zu verwenden ;).

Achte drauf, deine Texte gut mit deinen Keywords zu unterfüttern, aber übertreibe es nicht. Behalte dabei stets deinen Leser im Auge. Wenn in einem Absatz 17x das Wort Yoga vorkommt, ist das kein guter Stil – Keyword hin oder her. Was den Menschen stört, mag auch die Suchmaschine nicht 😉

Falls du mit der Keywordrecherche gar nichts anfangen kannst, oder einfach keine Zeit dafür aufwenden willst, übernehme ich sie gerne für dich – schreib mir einfach eine Nachricht :).

 

#2: Verwende ein Monitoring-Tool!

Hast du deine Website erfolgreich mit deinen Keywords gewürzt, solltest du nun auch hin und wieder prüfen, wie erfolgreich deine SEO-Maßnahmen sind. Ein gutes Tool für Anfänger ist Seobility*. In der kostenlosen Basisversion kannst du deine Website auf Fehler scannen und dir dein Google Ranking für 10 Keywords auswerfen lassen.

(*Affiliatelink: Wenn du klickst und dich anmeldest, erhalte ich eine kleinen Wertschätzungsbeitrag [Provision]. Du hast deswegen keinerlei Mehrkosten.)

Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit einen Blick zu riskieren. Ich verwende Seobility* für meine eigene Website und die meiner Kunden. Es ist selbsterklärend, durchaus anfängertauglich und bietet einen super Überblick über den Status Quo deiner Website.

Ich kann verstehen, wenn du auf diesen Prozess so gar keinen Bock hast. Jedoch ist es für dein erfolgreiches Herzensbusiness essentiell, dich mit dem Thema zu befassen. Gerne mache ich den Website-Check für dich – individuell und komplett oder als Do-it-yourself-Paket zum Fixpreis!

 

#3: Pfiffige Überschriften für ein optimales Google Ranking!

Überschriften erfüllen zweierlei Rollen: Erstens strukturieren sie deinen Text für das menschliche Auge. Zweitens helfen sie dem Google-Bot beim Indexieren deiner Seite.

Sie folgen einer bestimmten Hierarchie, wobei du die zwar die Reihenfolge variieren, aber keine Ebene auslassen darfst. Außerdem sollte H1 nur ein einziges Mal pro Unterseite vorkommen:

RichtigRichtigRichtigFalschFalsch
H1H2H3H1H2
H2H2H2H3H1
H3H1H3H3H1
H4H2H1H4H4
H2H3H4H3H4

 

Achtung: Die optische Größe korreliert hier nicht zwangsläufig mit der Ebene. Es kann sein, (auch wenn es nicht sein sollte), dass H2 größer geschrieben wird als H1. Normalerweise kannst du Schriftart und
-größe selbst definieren. Wo genau du diese Einstellungen vornehmen musst, ist von deinem Homepage-Baukasten abhängig.

Nebenbei bieten sie noch einen strategisch wertvollen Platz für deine Keywords. Aber der wohl wichtigste Aspekt der Überschriften ist: Deinen Leser ganz heiß darauf zu machen, auch den restlichen Text zu förmlich zu inhalieren. Deswegen widme deinen Überschriften gerne eine Extraportion Aufmerksamkeit und Kreativität!

 

#4: Die Textlänge

Bist auch du eine Verfechterin des Vorurteils, dass Texte keine Rolle mehr spielen? Neben der Tatsache, dass sie sogar mehrere tragende Rollen auf deiner Website spielen, lass dir sagen: Für Google sind Seiten mit zuwenig Text irrelevant.

Oberste Priorität eines guten Textes: Er löst ein Problem deines Lesers. Ja, du darfst mich ruhig pedantisch nennen, aber ich kann es gar nicht oft genug erwähnen ;). Viele Websites sind nicht erfolgreich, weil sie dem Leser keinerlei Mehrwert bieten (und natürlich über Google auch nicht gefunden werden).

Voraussetzung dafür ist, deine Zielgruppe ganz genau zu erforschen. Du verkaufst nicht primär eine Dienstleistung, sondern eine Lösung bzw. das zugehörige Gefühl. Je besser du spezialisiert bist, bzw. je exakter deine Positionierung am Markt ist, desto einfacher wird es, den Kern deines Angebots herauszuarbeiten. Und ihn dann deinen Besuchern als leicht verdauliche Häppchen in Textform zu präsentieren.

 

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Klar, das ist keine direkte SEO-Maßnahme. Aber: Machst du deinen Leser glücklich, belohnt Google das mit einem verbesserten Ranking ;).

Es dürfen ruhig 500 Wörter pro Unterseite sein, besser mehr. Falls du Probleme hast, die richtigen Worte finden, dann mach diese lustige kleine Übung, um deinen Wortschatz ganz natürlich zu erweitern.

 

#5: Gute Lesbarkeit

Im Grunde kann dein Text auch mehrere 1000 Wörter lang sein. Solange du nicht in unnötiges Geschwafel verfällst und die Struktur passt.

Das menschliche Auge strengt sich beim Lesen auf dem (Handy-)Bildschirm mehr an als auf Papier. Deswegen darfst du deinen Text gerne mit vielen, kurzen Absätzen strukturieren. Auch Zwischenüberschriften und Fettmarkierungen helfen dabei, den Text leserfreundlich zu gestalten.

Bandwurmsätze, Worttentakel und Textwüsten/Blocksatz solltest du meiden. Kurze Sätze, prägnante Worte und einfache Sprache liebt der Flesh-Reading-Ease-Index, auch Lesbarkeitsindex genannt. Auf leichtlesbar.ch kannst du deinen Text checken lassen.

Verwendest du WordPress, übernimmt das Plugin Yoast SEO diese Funktion.

 

#6: Verweildauer deines Lesers

Wenn dein Besucher sich länger auf deiner Website aufhält, ist das ein positives Signal für die Suchmaschine. Deine Website wird als relevanter für dein Thema eingestuft und besser gerankt. Deswegen ist es wichtig, für eine klare Menüführung und einen übersichtlichen Aufbau zu sorgen. Dazu gehören auch sprechende Linktexte, konkrete Call to Actions und eine sinnvolle interne Linkstruktur.

Fühlt sich dein Besucher gesehen und verstanden? (Stichwort: Nutzen! Mehrwert! 😀 ) Dann wird er ebenfalls mehr seiner kostbaren Zeit auf deiner Website verbringen.

Dabei spielt auch dein Farbschema eine Rolle. Grelle Töne gehören in die 90er-Jahre und sollen auch dort bleiben. Warme, helle Nuancen sind für das Auge angenehm. Mit ein bisschen Wissen über Farbpsychologie sorgst du gleich von Anfang an für die richtige Stimmung.

 

#7: Bildattribute mit Keywords füllen

Klar, eine Website ohne Bilder ist auch irgendwie langweilig. Neben der optischen Auflockerung holst du das volle Potenzial aus deinem Bildmaterial heraus, wenn du die Bildattribute mit deinen wichtigsten Keywords spickst.

Das beginnt schon beim Dateinamen. Den darfst du vor dem Hochladen umbenennen und mit einem Keyword versehen. Statt 12354.jpg heißt dein Bild dann yoga-lernen.jpg.

Auch der Alt-Tag freut sich, wenn du ihn sinnvoll fütterst. Lass ihn nicht verhungern und schenke ihm eins deiner Keywords. Verwendest du WordPress, kannst du das ganz einfach direkt unter „Medien“ erledigen. Auch in jedem anderen halbwegs brauchbaren Homepage-Baukasten sollte diese Möglichkeit vorhanden sein.

 

Dein Google Ranking verbessern: Zwei Faktoren zählen wirklich

Wenn du den Artikel aufmerksam gelesen hast, ist dir vermutlich etwas aufgefallen. Nämlich, dass sich alle genannten SEO-Maßnahmen entweder auf die Keywords oder den Nutzen herunterbrechen lassen. Wenn du diese beiden Faktoren zukünftig berücksichtigst, bist du deinen Marktbegleitern bereits einen entscheidenden Schritt voraus.

Hast du Lust bekommen, dein Google Ranking zu verbessern? Verpasse deiner Website eine Runderneuerung! Ich brenne für erfolgreiche Websites und bin dir gerne dabei behilflich, deine zum Fels in der Brandung deiner Branche zu machen!

Herzliche Grüße,
Melanie, Texterin und Sichtbarkeitsbeauftragte

 

4 Antworten auf “Google Ranking verbessern für Anfänger”

  1. Liebe Melanie,
    einiges davon kannte ich schon, anderes war mir neu. Aber wie auch immer: es ist toll, wenn man wieder einmal daran erinnert wird, sich auch auf Technisches zu konzentrieren und sich nicht nur in seinen Beschreibungen verliert. Morgen werde ich gleich mal die Tools durchprobieren und inzwischen teile ich gerne deinen Artikel auf meiner FB-Firmenseite!
    Liebe Grüße
    Elena

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Texterin aus Wien