Textgespür
11. Oktober 2018, gepostet in Allgemein

Website Check: Wie du ein Sandkorn zum Fels machst! [Checkliste]

„Du brauchst unbedingt eine Website!“, haben sie gesagt. Nun hast du eine. „Toll sieht sie aus!“, haben sie gejubelt. Aber warum bleiben die Anfragen begeisterter Kunden trotzdem aus?
Websites gibt es wie Sand am Meer. Wenn deine der Fels in der Brandung sein soll, dann reicht es nicht, sie zu einer digitalen Visitenkarte zu degradieren. Worauf es bei einer erfolgreichen Website wirklich ankommt, liest du in diesem Artikel.

Der entscheidende Unterschied zwischen Sandkorn und Fels

Zuerst die schlechte Nachricht: Nur weil alle sagen, dass du eine tolle Website hast, muss das noch lange nicht stimmen. Eine erfolgreiche Website erfüllt folgende Kriterien:

  • Sie wird gefunden,
  • sie wird gelesen
  • und sie bringt dir Anfragen.

 

Ist sie lediglich ein unscheinbares Sandkorn unter vielen in deiner Branche? Oder ein beeindruckender Fels, an dem niemand so schnell vorbeikommt, der deine Dienstleistung benötigt?

Wenn du das volle Potenzial nutzen und als Unternehmer*in ernst genommen werden willst, brauchst du mehr als ein paar Bilder und hin und wieder eine Zeile Text.

Entschuldige, ich weiß, das wolltest du nicht hören. Schließlich hat dich deine Website bereits viel Zeit, Nerven und Geld gekostet. Als Dienstleister hast du besseres zu tun, als pausenlos an der Technik rumzuschrauben und dich um ordentliche Texte zu kümmern, stimmts?

Ich gebe dir absolut recht.

Nur: Willst du weiterhin mit einer halbgaren Website dahin dümpeln, oder lieber mit einer optimierten voll durchstarten? Einen echten Unterschied zu deinen Marktbegleitern bewirken?

Der perfekte Zeitpunkt etwas daran zu ändern ist: jetzt!

Die folgenden Punkte gehörten zu den Basics einer Website. Solltest du irgendwo nicht weiterkommen, schreib mir einen Kommentar – ich bin dir gerne behilflich 🙂

Website Check Teil 1: Die Technik

Höre ich dich bereits seufzen? Keine Sorge, wir kratzen hier lediglich an der Oberfläche.

Deine eigene Domain

Die Domain ist die Adresse deiner Website. Sie enthält entweder deinen Klarnamen, deinen Firmennamen oder ein relevantes Keyword – und sonst nichts! Halte sie kurz und knapp.

Finger weg von Gratishostern wie wordpress.com. Sie versprechen zwar eine kostenlose und schnelle Lösung aber auf Kosten der Flexibilität und Sicherheit. Seit der DSGVO sind diese Plattformen ohnehin problematisch. Mach es lieber gleich richtig, dann gibts später auch nix zu bereuen ;).

Deine eigene E-Mail-Adresse

Als Unternehmer*in macht du keinen seriösen Eindruck, wenn deine Kommunikation über deinname@gmx.net läuft. Wenn du eine eigene Domain hast, kannst du meist auch eigene Adressen dafür anlegen. Erkundige dich bei deinem Hoster.

Fehlerfreier Aufbau

Interne und externe Verlinkungen stärken die Struktur deiner Seite. Sie müssen logisch aufeinander aufbauen und erreichbar sein. Tote oder fehlerhafte Links sind ein No-Go – sowohl für deinen Besucher, als auch für die Suchmaschine.

Achte darauf, dass die einzelnen Unterseiten aufeinander verlinken. Externe Links (also alles was außerhalb deiner eigenen Website abläuft) machen nicht nur in Blogbeiträgen Sinn. Verlinke z. B. deine Kooperationspartner, deine eigene Facebook-Gruppe oder empfehle andere Unternehmen.

Responsives Design

Das bedeutet, dass deine Website auf jeder Bildschirmgröße optimal dargestellt wird. Das kennst du sicher selbst auch: Wenn du über dein Handy etwas googelst und dann mühsam wischen und zoomen musst, um den Inhalt lesen zu können, suchst du dir ganz schnell eine Alternative. Kümmere dich daher unbedingt darum, dass deine Website responsiv ist.

Website Check Teil 2: Das Menü

Halte dein Menü sauber. Maximal 7 Unterseiten im Hauptmenü, eher weniger. Doch welche sind die wichtigsten?

 

Website Check - Menü
Appetitlich: Eine einfache Menüführung macht Lust auf mehr!

 

Die Startseite

Meistens der erste Landepunkt deiner Besucher und somit die erste Orientierungshilfe. Worum geht es auf dieser Website? Finde ich hier was ich suche?

Stell dir die Startseite am besten als Baumstamm vor. Die Links sind die Äste, die sich immer weiter verzweigen und deinen Besucher schrittweise führen. Optimalerweise steht an jeder Astspitze deine

Kontaktseite, -formular und -möglichkeiten

Bei der Frage „Brauche ich ein Kontaktformular?“ scheiden sich die Geister. Meine Meinung dazu ist ein klares JA.
Warum? Weil es für deinen Besucher einfacher ist, ein Formular auszufüllen, als erst mühsam das Mail-Programm zu öffnen.

Wenn du dich für ein Kontaktformular entscheidest, brauchst du auf deiner Seite zwingend eine SSL-Verschlüsselung. Damit werden Daten sicher übertragen. Erkundige dich danach bei deinem Hoster.

Denke außerdem daran, auch alle anderen Kontaktdaten anzugeben. Eine Mail-Adresse, eventuell eine Telefonnummer und auf alle Fälle deine Social-Media-Kanäle.

Abonniere meinen Newsletter!

Erhalte mein E-Book "So erstellst du eine perfekte Facebook Firmenseite" sowie exklusive Tipps & Angebote rund ums Thema Sichtbarkeit!

Ich stimme der Verarbeitung meiner Daten zum Versand des Newsletter durch Textgespür und MailChimp ( more information ) zu.

Du magst keinen Spam? Ich auch nicht 🙂 Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß DSGVO. Weitere Informationen findest du unter Datenschutz

 

Deine Angebotsseite

Wie der Name schon sagt: Vorhang auf für dein wunderbares Angebot. Mache hier nicht den Fehler und versteck dich hinter einer schnöden Auflistung deiner Methoden. Sorge dafür, dass dein Besucher den Nutzen für sich klar begreifen kann.

Du möchtest lernen, wie du eine Angebotsseite unwiderstehlich textest? Dann melde dich zu meinem Textcoaching an.

Preise auf der Website?

Auch zu diesem Thema wirst du unterschiedliche Meinungen finden. Ich bin ganz klar FÜR eine Preisliste. Erstens ist „deinedienstleistung+Preis“ ein oft gesuchtes Keyword. Zweitens wirst du dir viel Arbeit mit reinen Preisanfragen ersparen.

Deine Über-Mich Seite

Nicht umsonst gehört die „Über Mich“ Seite zu den meist geklicktesten Seiten.

Dein Besucher will keine hübschen Logos sehen, sondern dein Gesicht! Deswegen gehört eine sympathische „Über-Mich“ Seite zur Grundausstattung jeder Website. Sie ermöglicht, ganz unverbindlich aus der Ferne, den Geschmack deiner Persönlichkeit zu erhaschen. Gerade bei persönlichen Dienstleistungen (Coach, Masseur etc.) möchte ein potentieller Kunde im Vorfeld wissen, mit wem er es zu tun hat.

Gib ihm die Chance, emotional bei dir anzudocken und Vertrauen aufzubauen. Positioniere dich mit deiner persönlichen Geschichte als Expertin deiner Dienstleistung.

Dein eigener Blog

Kein Muss, aber ein echter Benefit für jede Website! Klar, er benötigt Zeit und Pflege. Ein Blog bietet aber auch viele Vorteile. Du kannst dir eine Stammleserschaft aufbauen, ihn für dein Marketing nützen und Newsletter-Abonnenten gewinnen. Er ist dein Sprachrohr und Andockpunkt für deine Social-Media-Kanäle. Außerdem liefert er laufend frische Inhalte als Suchmaschinenfutter.

Wenn du dich für einen Blog entscheidest, lege die Themen im Vorfeld fest und benenne die entsprechenden Kategorien. Damit erleichterst du deinem Leser die Suche nach weiterführenden Infos enorm!

Das Impressum

Jede Website braucht ein Impressum. Neben deinem Namen und deiner Adresse müssen je nach Branche weitere Daten genannt werden. Es gibt kostenlose Generatoren, die du nützen kannst. Wenn du aus Österreich bist, kannst du auch die Infobroschüre der WKO nützen.

Das Impressum braucht nicht zwingend im Hauptmenü liegen. Es muss aber von jeder Seite aus mit einem Klick erreichbar sein. Deswegen ist es ein perfekter Kandidat für den Footer-Bereich (den unteren Rand) deiner Website.

Selbiges gilt im Übrigen auch für die leidige

Datenschutzerklärung

Seit der DSGVO sicherlich ein Unwort, aber deswegen nicht weniger obligat. Was genau in deiner DSE zu stehen hat, hängt von deinem individuellen Herzensbusiness ab. Falls du dich noch nicht darum gekümmert hast, solltest du das schleunigst nachholen.

Wissenswertes zur DSGVO und eine großartige Vorlage für ein Verfahrensverzeichnis findest du bei der Datenbeschützerin!

Website Check Teil 3: Deine Inhalte

Jetzt wirds spannend. Wenn die Technik funzt und der Aufbau geschmeidig ist, fehlt eigentlich nur mehr ein Aspekt. Dafür ein unheimlich wichtiger: Dein Content (Inhalt).

 

Website Check - Inhalte

 

Deine einheitlichen Farben und Schriften

sollten überall auf deiner Website, deinen Flyern, deiner Visitenkarte und deinen Social-Media-Beträgen zu finden sein. Farbpsychologie ist ein spannendes Thema, dass du bei der Wahl deiner Corporate Identity nicht außer acht lassen solltest.

Packende Überschriften

sorgen für Aufmerksamkeit, sind prägnant und geben dem Leser das Versprechen, dass er hier nicht seine Zeit verschwendet. Eine wirksame Überschrift ist oft schon die halbe Miete, wenn es ums Texten deiner Inhalte geht. Pssst – „Herzlich willkommen!“ ist keine Überschrift ;).

Wie du hypnotische Überschriften schreibst, erklärt dir Vladislav von Chimpify in seinem Blogartikel sehr ausführlich. Lernen kannst du es darüber hinaus in meinem Textcoaching.

 

Abonniere meinen Newsletter!

Erhalte mein E-Book "So erstellst du eine perfekte Facebook Firmenseite" sowie exklusive Tipps & Angebote rund ums Thema Sichtbarkeit!

Ich stimme der Verarbeitung meiner Daten zum Versand des Newsletter durch Textgespür und MailChimp ( more information ) zu.

Du magst keinen Spam? Ich auch nicht 🙂 Die Datenverarbeitung erfolgt gemäß DSGVO. Weitere Informationen findest du unter Datenschutz

 

Knackige Texte

Ja, auch im Jahr 2018 sind Texte immer noch die Hauptdarsteller deiner Website. Und das sage ich nicht nur, weil ich damit meine Brötchen verdiene. Auch wenn wir alle gerne Bilder gucken und uns von Videos berieseln lassen: Eine Website mit zu wenig Text wird nicht beachtet.

Paradoxerweise kann der Google-Bot zwar lesen, er ist aber für Bilder blind. Gut strukturierte Webtexte sind seine Wegweiser.

Auch wir Menschen lesen tatsächlich noch, aber wir sind wählerisch geworden. In Zeiten der permanenten Reizüberflutung inhalieren wir nicht mehr blind jedes Wort, das uns unter die Nase kommt.

Wenn deine Texte niemand beachtet, liegt es vielleicht daran, dass sie entweder nicht fürs Internet optimiert sind, die falsche Zielgruppe ansprechen oder schlicht und ergreifend nicht gut genug geschrieben sind. Sorry, ich weiß das klingt hart.

Ein überzeugender Webtext braucht Übung und Know-How, gewürzt mit ein bisschen Talent und Gespür. Die gute Nachricht lautet: Du kannst es lernen, wie jedes andere Handwerk auch :).

Der Call to Action (CTA)

Dein Besucher möchte an die Hand genommen und durch die Website geführt werden. Ohne eine konkrete Handlungsaufforderung lässt du ihn im Regen stehen.

Deswegen gehört auf jede Seite ein strategischer Call to Action. Das bedeutet: Du zeigst deinem Besucher den Weg, indem du ihm sagst, was er als nächstes tun soll.

„Klicke hier!“ und „Mehr Info“ sind keine guten CTA. Mach es möglichst konkret. „Schreib mir eine Nachricht!“ oder „Erfahre mehr Details!“ lassen keinen Zweifel darüber, wo sich dein Besucher nach dem Klicken wiederfindet.

Sprechende Bilder

Sie erzeugen Stimmung und unterstreichen deine Botschaft. Achte bei der Auswahl unbedingt auf Qualität und die Lizenzbestimmungen. Bilder einfach von einer anderen Website zu klauen ist strafbar. Lass lieber die Finger davon.

Mindestens ein Portraitfoto von dir selbst darf es schon sein. Besonders auf deiner „Über Mich“ -Seite. Dabei ist Authentizität viel überzeugender, als jedes faltenfrei gebügelte Hochglanzbildchen.

Außerdem sind der Alt- und der Title-Tag wichtige Plätze für deine Keywords!

Kundenstimmen

Auch Testimonials genannt. Sie sorgen für den Vertrauensaufbau zwischen dir und deinen Besuchern und sind goldwert für das eigene Selbstbewusstsein. Frage deine Lieblingskunden, ob sie dir ein kurzes Feedback schreiben wollen und ob du es für deine Website verwenden darfst.

Keywords

Mach die Suchmaschine zu deiner Verbündeten. Wofür willst du gefunden werden?
Eine ausführliche Keywordrecherche gehört zu deiner Website wie der Baum zum Wald.

Versetze dich in die Lage deines Kunden. Welche Begriffe wird er in den Google-Suchschlitz einwerfen um unten deine Website ausgespuckt zu bekommen?

Du kannst auch die Google-Suche selbst dafür verwenden.

 

Website Check - Keywords finden
So nutzt du die Google-Suche für die Keywordrecherche!

 

Wie du Keywords richtig in deinen Text einbaust, erkläre ich dir in meinem SEO-Crashkurs.

Website Check leicht gemacht!

Alles klar soweit? Sehr gut, dann ran an die Umsetzung. Falls du dich jetzt überfordert fühlst, kann ich dich beruhigen. Sobald du irgendwo anfängst, kommt der Rest meist ganz von allein. Als Starthilfe habe ich dir diesen Blogbeitrag nochmal als kostenlose Checkliste zusammengefasst.

Die Basics sind dir nicht genug, sondern du willst das volle Paket? Kein Problem!
Du kannst dir deinen Website Check auch einfach buchen. Ich analysiere alle Fallen rund um Aufbau, Struktur, Inhalt, SEO und DSGVO (nur Empfehlungen, keine Rechtsberatung!). Dank meiner detaillierten Anleitung kannst du dich gezielt an die Umsetzung machen! Eine Keywordliste gibts obendrauf – die Zeitersparnis ist inklusive ;).

Schreib mir gerne eine Nachricht und mach deine Website zum Fels in der Brandung!

Herzliche Grüße,
Melanie, Webtexterin vom Dienst bei Textgespür!

2 Antworten auf “Website Check: Wie du ein Sandkorn zum Fels machst! [Checkliste]”

  1. Wie immer kompakt zusammen gefasst die wesentlichen Punkte. Es war auch für mich wieder wss Anregendes dabei für meine Webseite, die hoffentlich bald live gehen kann 🙂 Danke für diese tollen, beschwingten Texte. Sie sind nicht nur inhaltlich ein Genuss.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code

Texterin aus Wien